Hunde Training Wegberg
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20.01.2019

 

Meinungsbildung

 

Die meisten raten dir dazu eine 2 Meinung einzuholen, wenn dir ein Arzt eine Diagnose gestellt hat, die eher nicht sooo prickelnd ist. Wenn diese Diagnose evtl. zu einer schwerwiegenden Entscheidung führen könnte oder eine Entscheidung verlangt.

 

Bei einer normalen Erkältung bekommst du etwas für deinen Hals oder gegen deinen Husten oder Schnupfen. Das sind relative „Kleinigkeiten“. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Selbst wenn du die falschen Medikamente bekommst, die zwar nicht helfen aber unschädlich sind, geht die Erkältung nach einer Woche oder sieben Tagen trotzdem weg.

 

Bezogen auf deinen Hund, der die Kommandos Sitz, Platz und Fuß lernen soll, ist es ähnlich wie bei einem Schnupfen. Selbst wenn du an einem Trainer geraten solltest, der so noch nicht die rechte Übung hat, kann nicht wirklich etwas Schlimmes passieren. Früher oder später wird auch dein Hund die gewünschten Kommandos verstehen und umsetzen lernen.

 

Warum schreibe ich das?

 

Weil ich grundsätzlich für eine 2. oder 3. Meinung bin, gerade dann, wenn es um schwierige Situationen, Angelegenheiten oder Verhaltensweisen geht.

Nicht nur aber insbesondere auch im Hundetraining, wenn es um deinen Hund.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich z. B. berichten:

Ich habe ein Problem. Einige rufen nun: „ich kann dir helfen“.

Eigentlich schön, wenn das Wörtchen „eigentlich“ nicht dabei wäre.

Oft haben diese Hilfen zu noch größeren Problemen geführt. Etwas war nicht repariert, sondern ganz hinüber. Der Helfer dann irgendwelche Gründe nennend sich aus dem Staub gemacht. War ja jetzt nun nicht sein Problem. Diese Erfahrung habe ich des Öfteren gemacht.

Deswegen informiere ich mich erst mal genau und finde dann heraus wer der wirkliche Fachmann für mich ist. Oft kann ich dann mein Problem selbst lösen, weil ich mich schlau gemacht habe.

 

Die Lösung ist für mich inzwischen: Ich nehme mein Problem, gehe zum ersten Helfer, höre mir seine Meinung an, bilde mir ein Urteil. Nicht gut und nicht schlecht. Es geht nicht darum diese Meinung zu bewerten.

Dann gehe ich zum nächsten, höre mir dessen Meinung und Erfahrungen an. Auch hier wird nicht bewertet. Es geht nicht darum einen Helfer besser da stehen zu lassen als den anderen.

 

Sondern darum, für mich zu erkennen, dass unterschiedliche Ratschläge oder Vorschläge auch unterschiedliche Vorgehensweisen und Lösung möglich machen und deswegen ist keine der bisherigen Lösung eine Falsche.

 

Ich weiß, manchmal drück ich mich nicht sonderlich klar aus, weil mir diese Worte so in den Kopf kommen. Vielleicht so:

 

Habe ich unterschiedliche Sichtweisen erfahren, von unterschiedlichen Menschen, kann ich aus all diesen Erkenntnissen, meine für mich richtige Lösung formen.

 

Neue Informationen kann ich mit meinem bisher vorhandenem Wissen abgleichen und neues Wissen entsteht.

 

Mein Gehirn braut sich aus all den Wissen neue Erkenntnisse zusammen, weil da so ein gewisser Aaaah-Effekt entsteht. Und damit bin ich in der Lage eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

 

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19.01.2019

Hypnose im Hundetraining?

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten. (Henry Ford)

Dein Glaube, ob du oder dein Hund etwas kann oder lernen kann ist entscheidend für deinen Erfolg. Aber auch der Glaube eines Hundetrainers trägt entscheidend dazu bei.

Wenn du z. B. an einem Trainer gelangst, der vorschnell ein Urteil über dich oder deinen Hund fällt, hat das eine hypnotische Wirkung. Du wirst evtl. dieses Urteil für wahr halten. Denn du bist bei diesem Trainer, weil du ihn für kompetent hältst.

Unsere Vergangenheit ist geprägt durch das widerspruchslose Akzeptieren von Obrigkeiten. Erwachsene haben immer Recht, Lehrer wissen was richtig ist, Behörden gibt man besser keinen Widerspruch, da sie am längeren Hebel sitzen u. s. w. Dadurch ist dieser Obrigkeitsgehorsam entstanden, dem wir meist heute noch unterliegen. 
Wir haben es nicht gelernt, wir trauen uns oft nicht etwas in Frage zu stellen. Wir wollen auch niemanden verletzten, der andere könnte ja betroffen sein. Auch falsche Rücksichtnahme verhindert oft eine klare Kommunikation.

Ein Trainer hat eine ungeheure Macht beim Hundehalter.

Allein durch das mimische unterstreichen einer Aussage oder durch Blicke. Der entsetzte Ausdruck, die bedenkliche Miene, das Kopfschütteln. Manchmal ahnt man gar nicht welche Wirkung, ein Wort, ein Blick, ein Schweigen haben können.

Ich will hier aufzeigen, welche Macht und welche Verantwortung ein Trainer hat. Und dass dieser immer sehr darauf bedacht sein sollte, welches Urteil er abgibt.

Dieses Urteil führt zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung.

Auch wenn andere Menschen dir einen Rat geben welcher Hundetrainer gut oder schlecht ist. Nimm es nicht an. Mach dir dein eigenes Urteil. Ob ein Hundetrainer gut ist, darüber entscheiden sehr viele Faktoren. Und kein anderer als du, kann darüber für dich entscheiden. Die Meinung Anderer hat auch hier eine hypnotische Wirkung. Eine negative Einstellung, zu was auch immer, lässt jedes Vorhaben mit größter Wahrscheinlichkeit scheitern.

Es gibt viele Tests und Versuchsreihen, zum Thema selbst erfüllende Prophezeiungen, die diese Theorien bestätigen. Dies kannst du im Internet recherchieren.

Dein Glaube daran, dass euer Training zum gewünschten Erfolg führt ist Voraussetzung deiner erfolgreichen Arbeit.

In jedem stecken Fähigkeiten, die wir nicht entwickeln, weil wir nicht daran glauben, sie zu haben. Sage niemals: „das kann ich nicht“.

Du wirst Recht haben.

Stattdessen darfst du sagen: „das kann ich noch nicht.“

Jeden Tag hypnotisierst du dich selbst. Im schlechtesten Fall in negativer Hinsicht. Alle Gedanken, die du dafür im Kopf hast, bewirken etwas in dir. Diese Kraft deiner Gedanken kannst du also auch in positiver Weise einsetzen. 
Du musst es nur wissen.

Hypnotische Sprache ist so weit verbreitet und subtil, sie umgibt uns im Auto wenn du das Radio anmachst, wenn du Abends vor dem Fernseher entspannen willst, Werbebanner auf dem Weg zur Arbeit, die Kollegen mit ihren Meinungen und Ansichten u v. m.

Man nennt es auch Priming: (Ideen und Beurteilungen werden maßgeblich durch unterschwellige Reize beeinflusst.

Priming ist also eine unbewusste Manipulation.

Insgesamt bekommen die meisten Menschen zu viele negative Botschaften im Kopf ohne dass sie das registrieren.

Von Paul Watzlawick stammt der Spruch: „Du kannst nicht nicht kommunizieren“. 
Wenn du diese Weisheit auf den Satz: „Du kannst Informationen nicht nicht verarbeiten“ überträgst, verstehst du was ich meine.

Also fokussiere dich als erstes darauf, was du nicht mehr im Kopf haben willst.

Schaue hin, höre zu, beobachte.

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                                                                           18.01.2019
Ich halte nun eine Laudatio für Hundetrainer.

Gestern bin ich kurz auf folgende Situation eingegangen:

Hast du ein Problem?
Und du hast schon einige Hundetrainer nach Hilfe gefragt? 
Du warst auch gewillt, alles umzusetzen und es hat trotzdem nicht funktioniert?

Es kann manchmal nicht funktionieren. Es ist keine böse Absicht. Die Menschen um dich herum wissen es nicht besser. Das hat nichts mit Nichtwissen im fachlichen Sinne zu tun sondern, dass die meisten Menschen in ihrer eigenen Welt leben.

Jeder Mensch, der dir hilft, der dir helfen soll, kann nur in seinem Sinne helfen. Er kann nur mit den Mitteln (Wissen, Erfahrungen, Vorstellungen und Glaubenssätzen) helfen, die ihm zur Verfügung stehen. Deswegen fühlen sich manchmal deren Ratschläge wie Schläge an. Deswegen fühlst du dich manchmal unverstanden.

Das macht den Unterschied zwischen „normalen Menschen und Fachleuten“ aus. Kennern, die darin geschult sind oder sich ihr Wissen angeeignet haben, haben die Fähigkeit auch im Sinne des Kunden zu handeln, zu Fragen und Informationen zu geben.

Hundetrainer sind sehr wichtig für dein Wissenserwerb. Sie wissen mehr als in allen Büchern steht. Sie haben „ERFAHRUNG“ und diese ist Gold wert. Nur die Erfahrung macht aus einem Hundetrainer einen wirklich kompetenten Hundetrainer. 
Und das schließt die Erfahrung im Umgang mit Menschen ein.

Diese erfahrenen Trainer wissen, dass das Problem meist am oberen Ende der Leine zu finden ist.

Das hat nichts damit zu tun, dass der jeweilige Hundehalter unwissend ist, sondern weil es eine Kunst ist, in die Welt des Hundehalters anzukommen, um ihn zu verstehen.

Hundetraining ist kein Baukasten. 
Hundetraining ist nie die eine schnelle Lösung, die ich aus dem Schublädchen ziehe. Sondern eine individuelle, vielfältige, komplexe Aufgabe.

Ein guter Hundetrainer kennt sich nicht nur in Sachen Hund aus, das ist auch ganz hilfreich, aber in erster Linie muss oder sollte er den Umgang mit den Menschen beherrschen.

Stimmt die Chemie, fühlt sich der Kunde wahrgenommen, ernstgenommen und gewertschätzt, dann kommt er auch wieder. Und vielleicht, wenn es ganz gut läuft, bekommt der Trainer auch mal gesagt, dass er als guter Hundetrainer wahrgenommen wird.

Aufgabe des Trainers ist es, in Vorleistung zu gehen.

Dann ist vielleicht auch der Kunde bereit, sich zu bemühen, sich zu hinterfragen. Zu fragen, habe ich das so verstanden, wie der Trainer es gemeint hat?

Dann ist fürs Training mit dem Hund die ideale Voraussetzung geschaffen, weil beide, also Hundetrainer und Hundehalter „an einem Strang“ ziehen, weil sie sich gegenseitig respektieren und versuchen zu verstehen, bevor der Hund ausbaden muss, wozu wir Menschen nicht in der Lage sind, weil wir nicht gelernt haben uns miteinander zu verständigen.

Es ist eine große und anspruchsvolle Aufgabe. Das ist in der Tat oft die eigentliche Aufgabe beider Beteiligten. Wenn dies gelingt, dann ist das Training mit dem Hund einfacher und Ziele schneller erreichbar.
Aufgabe des Trainers als Dienstleister, ist es, in Vorleistung zu gehen. Das Vertrauen des Kunden zu gewinnen und als kompetent wahr genommen zu werden.

Worte sind Worte.

Sätze sind Sätze.

Deren Inhalt bestimmt der, die sie hört, aufnimmt und wahrnimmt. Der Zuhörer entscheidet über den Sinn und Wahrheitsgehalt dieser Worte.
Dieser gleicht er mit seinem Wissen, bisherigen Erfahrungen und seinen Glaubenssätzen ab.

Wenn nun der Trainer, vom Kunden gesagt bekommt, dass er die Worte inhaltlich nicht versteht, dann sollte der Trainer versuchen, es anders zu formulieren. Und dann vielleicht auch noch sagen, entschuldige, ich habe mich falsch ausgedrückt.

Das zeigt Respekt!

Hierin besteht die Kunst für den Trainer, die richtigen Worte zu finden, damit er vom Hundehalter nicht missverstanden wird.

Dafür bedarf es Einfühlungsvermögen, Sensibilität, Erfahrung und Selbstlosigkeit.

Ihr seht, liebe Hundehalter, ein Hundetrainer, der allen Aufgaben gerecht wird und dafür sorgt, dass ein Training gelingt, ist schon mehr als ein Hundetrainer. Er ist ein Hunde- und Menschenversteher.

In diesem Sinne, wünsche ich euch viel Freude und Begeisterung und damit viel Erfolg beim Hundetraining.

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17.01.2019

Drogensüchtig?

 

Es dämmert, der Abend naht. Ich versuche mich noch etwas wach zu halten, indem ich noch fernsehe. Der Fernseher steht direkt neben meinem Bett. Dort brauche ich ihn am meisten. Nicht um mich zu beschäftigen, sondern um schlafen zu können.

 

Karussell fahren ist ja lustig, aber Gedankenkarussell eher nicht.

Mein Verstand fährt Achterbahn, wenn ich zur Ruhe komme.

 

Nach einer kurzen Einschlafphase wache ich schweiß gebadet auf. Habe Albträume und dadurch Angst. Ich halte es im Moment des Aufwachens für Realität.

 

Nur der Fernseher, der immer irgendwelche Töne und Geräusche von sich gibt, schützt mich vor zu vielen negativen Gedanken und vor den Albträumen. Warum auch immer, vielleicht sind es die unterschiedlichen Schlafphasen, in denen ich unbewusst die Gespräche im Fernseher mitbekomme   und dadurch dreht mein Verstand nicht ganz so doll durch.

Es war so schlimm, dass ich Angst hatte einzuschlafen.

 

Heute weiß ich, woher das kommt. Heute passiert mir das wahrscheinlich nicht mehr.

 

Ich hatte mich von außen so beeinflussen lassen, ich merkte es nicht, weil es so normal war.

 

Meine Drogen waren Medien, Konsum, Partys, Beziehungen, mein Umfeld, die Regeln, „das Gläschen Wein“, die Ernährung und vieles mehr.

 

Und keiner konnte mir helfen, weil ja alles sooo normal war.

Alles was ich im Leben tat, taten alle.

 

Und so war es nie wirklich ein Problem, zumindest für die Außenstehenden.

 

Ich war total angepasst und unglücklich. Ich fand mich auch noch als Außenstehend, als nicht dazugehörig, weil keiner mein Problem verstand, weil ich mir das wohl alles nur einbildete.

 

Für mich war es aber ein Problem.

 

Es dauerte Jahre bis ich endlich die Kraft fand, selbst an mir zu arbeiten und heraus zu finden, warum es mir so ging, wie es mir ging.

 

Es dauerte Jahre bis ich mir selbst helfen konnte.

 

Und in der Tat, der Spruch: „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner“ trifft sowas von zu.

 

Und das alles ohne böse Absicht. Die Menschen um mich herum wussten es ja auch nicht besser.

 

Jeder Mensch, der dir hilft, der dir helfen soll, kann nur in seinem Sinne helfen. Es kann nur mit den Mitteln (Wissen, Erfahrungen, Vorstellungen) helfen, die ihm zur Verfügung stehen.

 

Was habe ich daraus gelernt?

 

„Es gibt nichts, was du nicht auch selbst kannst“ Früher oder später kannst du fast alles schaffen.

 

Das ist kein blöder „Chacka – Spruch“, das ist ehrliche Wahrheit.

 

Du brauchst drei Schritte zur Lösung:

 

  1. es muss dir nur schlecht genug gehen,
  2. musst du lange genug erfolglos andere Menschen gefragt haben und dann
  3. findest du die Kraft, den Mut und die Motivation endlich Verantwortung für dich selbst zu übernehmen.

Du wartest nicht mehr darauf, dass jemand kommt und dich rettet. Du bewegst nun endlich deinen eigenen Arsch. Mit dieser Wut im Bauch hast du plötzlich Energie genug, etwas für dich selbst zu tun.

 

Und um nun wieder auf unsere Hunde zu kommen.

 

Dies alles kannst du auch auf die Arbeit mit deinem Hund übertragen!

Hast du ein Problem?

 

Und du hast schon einige Hundetrainer nach Hilfe gefragt?

Du warst auch gewillt, alles umzusetzen und es hat trotzdem nicht funktioniert?

 

Hundetrainer sind sehr wichtig für dein Wissenserwerb. Sie wissen mehr als in allen Büchern steht. Sie haben „ERFAHRUNG“ und diese ist Gold wert. Nur die Erfahrung macht aus einem Hundetrainer einen wirklich kompetenten Hundetrainer.

 

https://www.hundetrainer-wegberg.de/veranstaltungen/

16.01.2019

„Aller guten Dinge sind drei“!

 

Ich bin in der 3. Woche des Jahres unterwegs.


Hab ich Vorsätze für 2019 und was ist inzwischen daraus geworden?


Ja, habe ich.

 

Zum Teil bin ich immer noch erfolgreich unterwegs und ein anderer Teil bröckelt.

 

Warum?

 

Weil das Leben eben nicht wie eine Gerade läuft, sondern eher eine „Berg und Talfahrt“ ist. Und die ersten Täler kommen meist früher als gedacht. Das Leben holt dich also ein und überrascht dich.

 

Lass ich mich davon beeindrucken?

 

Inzwischen nicht mehr (so sehr). Denn ich weiß, es kommen weitere Tage, an denen ich wieder dort anknüpfen werde wo ich zuletzt aufgehört habe. Es ist für manches halt nur ne kurze Pause. Zum Atem holen, zum Anlauf nehmen. ?

 

Die (mentale) Einstellung macht´s!

 

Waren meine Vorsätze von „immer mehr, schneller, erfolgreicher, beliebter und vielem „MEHR“ „geprägt?


Nein, meine Vorsätze sind „weniger ist mehr“.


Lernen, zu sehen, was bereits da ist.

Wahrnehmen, was alles schon gut läuft, welche tollen Menschen ich um mich herum habe.


Ich lebe sicher, habe eine tolle Wohnung, genug zu essen, ein Auto, meine Hunde u. v. m.

 

Und hier bin ich wieder beim Hund.

Tut es uns und unseren Hunden gut, „immer höher, schneller, weiter“? Tut es uns gut?

 

Solange du tust was Spaß macht, dir und deinem Hund, ist alles gut.

 

Aber lass dich nicht von äußeren, scheinbaren Belohnungen, in welcher Form auch immer, dazu hinreißen etwas zu tun, was nicht zu dir passt.

 

Schau lieber mal auf das, was und wer dich umgibt. Versuche mal nur auf das Gute, Liebevolle zu schauen.

 

Leg den Fokus mal nicht auf das Negatives und was nicht geht.

 

Unsere Hunde haben die Gabe auch mal „Pippi Langstrumpf“ zu spielen, zu sein.

 

Sie machen sich ihre Welt, wie sie ihnen gefällt.


Trauen wir uns das auch mal zu. Die Welt wäre um ein Vielfaches bunter.

 

Und ja, es ist KEINE Spinnerei, das ist in der Tat möglich.

 

Du musst nur wissen wie und du musst dann ein wenig üben. Jeden Tag ein kleines bisschen.

 

Und dieses „jeden Tag“ ist entscheidend.

 

Infos unter: https://www.hundetrainer-wegberg.de/veranstaltungen/

15.01.2019

Führung, Mentor, Lehrer, Erzieher, Berater deines Hundes sein!!!

Aus alter Zeit (hoffentlich), kenne ich die Arbeit am Hund mit Druck und oft auch mit Angst. Zuerst regt ein niedriges Angstniveau zwar das Gehirn an und die Hunde bewegen sich, jedoch tritt nach kurzer Zeit bei den Tieren ein Gewöhnungseffekt ein. Das Schüren von Ängsten erzeugt im Laufe der Zeit immer weniger Wirkung. Am Ende werden die Hunde immer resistenter und reagieren immer weniger, wenn überhaupt. Schlimmstenfalls nötigen wir sie zu erlernter Hilflosigkeit oder sogar Unfähigkeit überhaupt noch zu reagieren.

Aus meiner Arbeit im Hundetraining mit Hund und Halter stelle ich schon mal fest, dass manche Hundebesitzer die Sprache ihrer Hunde nur sehr schlecht bis gar nicht sprechen und verstehen. Wenn ihre Hunde nicht das tun, was der Chef von ihnen möchte, wird verbale und/oder nonverbale Gewalt auf die Tiere ausgeübt. Die Reaktion der Hunde auf solch ein Verhalten ist aber meist meilenweit von echter Gefolgschaft (Anhänger, Fan, Gefährte, Freund, Begleiter) entfernt.

Du kannst geistige (Dein Hund versteht, was du willst), emotionale, (Dein Hund ist bereit zu tun, was du wünscht) und körperliche Gefolgschaft (Dein Hund tut auch, was du möchtest, erreichen. Sind all diese bei deinem Hund vorhanden, so gibt er dir 100 Prozent Einsatz. Freiwilligkeit ist dabei allerdings Voraussetzung. Damit du das aber schaffst, bedarf es der Fähigkeit und Bereitschaft von deiner Seite, Wirkung auf deinen Hund zu erzielen, zur Kommunikation auf Hundeebene bereit sein, dem anderen zuzuhören und zu Vertrauen. Jeder Hundebesitzer sollte die freiwillige Gefolgschaft seines Hundes als GESCHENK ansehen.

Lösung:   Deine Gedanken sind die entscheidende Umsetzungskraft dabei. Sie erzeugen Wirkungen, die Gedanken sind der Hebel, an dem jeder Hundehalter ansetzen kann, um den Hund in Richtung Erfolg zu bewegen. Du bist die Schraube, an der du drehen kannst.  Deine innere Einstellung und dein Verhalten zu deinem Hund könnten sich ändern. Dadurch könnte Leichtigkeit und Harmonie beim Training entstehen und die Arbeit mit deinem Hund macht wieder Freude. Bei dem neuen Verständnis von Führung geht es also in erster Linie darum, dich selbst als Führungskraft weiterzuentwickeln. Dein Training ist dann charismatisch, wenn du authentisch bist und Herz, Körper und Kopf zusammenwirken.

Führen heißt vorleben, z. B. bleibst du ruhig, kann auch dein Hund ruhig bleiben. Also - Haltung führt zu Haltung. An dir, in dir und an deinem Umfeld. Unterschätze das NIE!

Ein großer Vorteil ist es, wenn du schon deine eigenen Gedanken beherrscht. Denn oft reagieren Hunde schon auf Gedanken und Gefühle. Durch dein Denken entstehen erst deine Gefühle. Deine Gefühle leiten dein Tun. Haben sich Denken, Fühlen und Tun mehrfach wiederholt, so entsteht Gewohnheit daraus. Und deine Gewohnheiten werden dein Charakter, prägen deine Persönlichkeit und dein Charakter wird dein Schicksal, deine Zukunft.

Führung heißt Beziehung und setzt ein hohes Maß an Aufmerksamkeit voraus.

Um die Fähigkeit der dauernden Aufmerksamkeit zu erhalten, musst du üben. Zudem sollte die grundsätzliche Zuwendung zum Hund nicht an Leistungsbedingungen geknüpft sein.

Hunde sollten Vertrauen und Respekt genießen, Hundehalter sollten authentisch, kompetent und berechenbar sein.

Tritt man mit einem anderen Lebewesen in Kontakt, so ist die Entscheidung für Vertrauen hilfreich. Der Sprung ins Vertrauen ist eine ermutigende Vorlage für deinen Hund.

Die Entscheidung des Hundes muss jedoch immer freiwillig erfolgen. Du darfst überzeugen und motivieren – das ist die Bezahlung. Ob dein Hund diese Währung akzeptiert, liegt dann in seinem Ermessen. Wenn nicht, darfst du weiter kreativ werden. ?

Für eine leichte Zusammenarbeit ist das gegenseitige Vertrauen zwischen Hundehalter und Hund wichtig. Deine Entscheidung für Vertrauen heißt aber nicht, dass sofort eine uneingeschränkte Vertrauensbasis gegeben ist. Aber sie ist der Beginn des Vertrauens.  Sich schnell für Vertrauen zu entscheiden ist ungewohnt und bedarf einem gewissen Maß an innerer Gelassenheit, Stärke und Zuversicht. Vertrauen heißt nicht, alles laufen zu lassen, es ist dennoch notwendig, Defizite zu erkennen und daran zu arbeiten.

Um das Training mit deinem Hund als Abenteuer zu sehen und um leicht und mühelos Erfolg zu haben, musst du zuerst deiner Gedanken und deiner inneren Einstellung bewusst sein. Geist bewegt Materie und nicht umgekehrt. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Spaß und Begeisterung Menschen und Hunde mehr zur Leistung motiviert als alles andere. Hunde wie Menschen sind von Natur aus faul und tun nie mehr, als unbedingt nötig. Es muss immer einen guten Grund geben, warum du und auch dein Hund etwas freiwillig tun und Energien für etwas freisetzt.

Und wenn dich das alles überzeugt, dann komme auch zu meinem Workshop:

Glaubwürdigkeit & Führungsqualität

 

Bei allen Inhalten geht es nicht nur um die Vermittlung von theoretischem Wissen, sondern auch um eine qualitativ hochwertige, persönliche Entwicklung, die mit Spaß und Freude am Lernen stattfindet.

 

Themenschwerpunkte:

  • Führungskompetenz - intuitives und unbewusstes Führungsverhalten
  • Erleben von "natürlicher Autorität"
  • Stärkung von Glaubwürdigkeit & Führungsqualität
  • Ziele erreichen ohne Stress und Verkrampfung
  • Umgang mit Druck, Stress und Nervosität/Lampenfieber/Black Outs
  • Entwicklung von mehr Gelassenheit
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und Ruhe
  • Bewusst-Sein schaffen bezüglich der inneren Haltung
  • Macht der inneren Bilder
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Umgang mit inneren Blockaden - wie gehe ich mit Selbstzweifel um?
  • Verständigung und Kommunikation zwischen Hund und Hundehalter optimieren

 

Für preis -„Wert“-e   29,- Euro

Datum: Sonntag den 10. Februar 2019,  13.00 Uhr           

 

Referentin: Monika Taugs

 

Ort: Sternenzeit (Hotel, Tagungen, Restaurant), Friedrich-List-Allee 9, 41844 Wegberg-Wildenrath

 

Anmeldung unter: 0172 / 2007075 oder  monika.taugs@web.de   oder Dogcompany24@web.de

14.01.2019

Klar muss sich was ändern, aber wer fängt damit an: ich oder die Anderen?

 

Am Parkplatz angekommen, nach unserem Spaziergang schließe ich mein Auto auf.

Bevor ich den Kofferraum öffne, rennt schon ein großer Dalmatiner auf uns zu.

 

Natürlich - will er nur spielen ? Er ist noch jung und sehr temperamentvoll.

 

Sein Frauchen, etwa 20 Meter hinter ihn herkommend, war ganz entspannt und folgte unaufgeregt ihrem Hund.

 

Es geht alles ganz schnell.

 

Meine kleine Hündin läuft schreiend weg, hat Panik.

 

Zwei Menschen, zwei Hunde, zwei Absichten, zwei Meinungen über diese Situation.

 

Kopfkino pur, hier kann jeder „seine Geschichte“ erzählen. Auf wessen Seite auch immer er steht.

 

Ich will und brauche deswegen die Geschichte gar nicht zu Ende erzählen, die Vielzahl der Geschichten, die nun in euren Köpfen entstehen, würden ganze Bücher füllen, voller Geschehnisse, Vorfälle, Ereignisse und Tragödien.

 

Nun frage ich mich, wie kann ich für mich das beste aus der Situation machen?

Es geht hier nicht um eine Lösung in diesem Fall sondern um ein Umdenken!

 

Ich kann das Verhalten der anderen nicht beeinflussen, zumindest nicht in solchen unvorhersehbaren Situationen. Welche Möglichkeiten habe ich nun, allen gerecht zu werden, ohne selbst zum Monster zu werden aus Wut. Wut auf die andere Person, die rücksichtslos aber dennoch ohne böse Absicht ihren Hund frei laufen ließ?

 

Sie weiß es nicht besser, sie konnte diese Situation vielleicht nicht einschätzen. Vielleicht weil ihr die Erfahrung fehlt, weil bisher noch nie etwas Negatives geschehen ist, oder ist ihr Hund vielleicht abgehauen, ihr „durch die Lappen gegangen“? Immer vom schlechten der anderen Person auszugehen, ist nicht fair. Wir wissen nicht, was der wahre Grund ihres Handelns ist.

 

Diese andere Person hat ein berechtigtes Interesse, nämlich, dass ihr Hund „Hund“ sein darf, dass ihr Hund sich austoben soll, dass ihr Hund glücklich ist.

 

Eigentlich wollen wir das doch auch, für unsere Hunde, oder?

 

Nun stellt sich die Frage, inwieweit darf sich mein Hund austoben und glücklich sein, ohne andere damit zu beeinträchtigen, zu belästigen oder sogar zu verängstigen oder zu verletzen?

 

Wir alle sind immer in beide Situationen. Wir alle sind Täter und Opfer.

 

Und wir alle wissen, wie schnell eine Situation mal „aus dem Ruder läuft“. Davon kann sich keiner freisprechen, wenn wir ehrlich mit uns selbst sind.  

 

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten anderer Leute Hunde abzuwehren, ohne sie persönlich zu berühren oder sogar zu verletzen. Dazu habe ich das Buch „Selbstverteidigung für Hunde“ geschrieben. Darum soll es hier in der Geschichte nicht gehen, das ist nicht der eigentliche Grund, weshalb ich hier heute meine Gedanken aufschreibe.

Mein Grund für das heutige Thema ist, mal darüber nachzudenken, warum solche Geschichten, solche Vorfälle entstehen?!

 

Wenn Jeder darüber nachdenken würde, oder wenn Jeder verständnisvoller wäre, gäbe es die unvorhersehbaren Ereignisse nicht mehr, weil jeder einzelne Hundehalter über seinen eigenen Tellerrand hinwegblicken würde.

 

Weil auch du dann den anderen verstehst und Verständnis aufbringen kannst. Weil auch du dich in den anderen Hundehalter einfühlen oder eindenken kannst.

 

Und damit würde auch das Verhalten eines jeden Hundehalters anders, besser und rücksichtsvoller werden. Weil wir uns endlich die Zeit und die Kraft nehmen, mal über den anderen in positiver Absicht nachzudenken und darüber hinaus auch zu handeln.

 

Ja, jetzt kommen wieder die Bedenkenträger, jetzt kommen die Einwände „wenn der andere es aber nicht tut“ ?!

 

Und damit würden wir wieder von vorne anfangen, und damit steigen wir wieder ins Hamsterrad der Tragödien ein und lassen laufen, anstatt mal auszusteigen und sich die Sache von außen zu betrachten, damit du einen anderen Blickwinkel bekommst und du einer der ersten sein kannst, die etwas bewegen – nämlich ein anderes Hamsterrad, eins der positiven Bewegung. ?

 

Und wenn du als erstes einsteigst und dieses neue Hamsterrad in Bewegung setzt, kommt so nach und nach der ein oder andere zu dir, weil auch die anderen erkennen, dieses Rad läuft doch viel komfortabler!

 

Es braucht von deiner Seite, Zeit, Disziplin und Durchhaltevermögen und viel guten Willen.

Aber alles auf dieser Welt beginnt nun mal mit einem ersten Schritt, beginnt mit einem ersten Menschen, der sich zutraut diesen Schritt zu gehen.

13.01.2019

 

Deinen Hund wahrnehmen als das wer er ist

 

Der Wecker klingelt, so ein Mist, ich muss wieder aufstehen.

Und das Tagesprogramm, deine to do Liste ist nicht sonderlich erhellend für diesen Tag.

 

In diesem Moment springt dein Hund aufs Bett und begrüßt dich als hätte er dich seit Tagen nicht gesehen.

Für einen kurzen Moment vergisst du alle Gedanken, die dir den Tag fast schon versaut hätten und du genießt die Streicheleinheiten, die du deinem Hund gibst und du genießt die Aufmerksamkeit, die dir dein Hund schenkt.

 

Er ist es, der dich erst so richtig wach macht.

 

Der Wecker hat deinen Körper geweckt, dein Hund aber hat deine Sinne geweckt.

Nun liegt ein Lächeln auf deinem Gesicht und der Tag sieht schon viel besser aus.

 

Weil du in diesem Moment nicht mehr über deine to do Liste nachdenkst, du weißt ja trotzdem, dass du dein Programm abspulen musst, aber in diesem Moment geht´s dir gut, weil du einfach nicht darüber nachdenkst, weil du durch deinen Hund im Hier und Jetzt lebst.

Selbst wenn es dir nur für kurze Zeit gelingt, diese Zeit des Tages wirst du immer in angenehmer Erinnerung behalten.

 

Wer kennt das? Wer hat das schon erlebt? Wer kann das bestätigen?

 

Ich schrieb gestern schon, unsere Tiere sind „Therapietiere“ und das so ganz ohne teure Ausbildung, ohne Zertifikat.

Weil sie es können, von Natur aus. Es liegt in ihrer Natur.

Den Titel und die dazugehörige Ausbildung ist nur „Menschenwerk“. Und diese Ausbildung verdreht und konditioniert unsere Hunde, so dass sie ihre Natürlichkeit ein wenig verlieren.

Und das tun wir uns selbst an.

Warum?

 

Weil wir gelernt haben, dass Institute, Einrichtungen, Titelträger usw. wichtige Entscheidungsträger sind. Weil unsere Arbeit nur dann wertvoll ist wenn andere uns bestätigen, dass sie „wert“voll ist. Wir lassen uns von Außenstehenden auferlegen was gut und richtig ist.

 

Im geringen Umfang ist es sicher sinnvoll, dass will ich nicht anzweifeln. Aber ist es wirklich IMMER notwendig?

Zum Beispiel die Hundezucht. Ich habe den größten Respekt vor Züchtern. Sie leisten wertvolle Arbeit.

Aber die Zuchtwarte auf Ausstellungen. Wieso gestattet man ihnen, zu beurteilen was gut und gesund ist. Wenn ich mir so eine Ausstellung und deren Bewertungen ansehe, so als absoluter Laie, der keine Ahnung von dieser Materie hat, wenn ich mir diese Champions mal so anschaue, frage ich mich „was genau soll an jenem Hund schön sein? Warum nicht jener oder dieser?

Insbesondere wenn es um die sogenannten Qualzuchten geht. Was haben diese Beurteiler bisher so angerichtet? Zum Teil fast lebensuntüchtige Wesen. Es tut mir von Herzen leid, wenn so ein dauernd schnarchender oder fast kriechender Schäferhund zu mir ins Training kommt, dessen Training ich konsequent ablehne.

 

Ich bin etwas vom Thema abgekommen.

Ich kann mich auch nicht immer vom Bewerten freisprechen. Das habe ich hiermit ja deutlich gezeigt. Ja auch ich darf trotz meiner Lebenseinstellung eine eigene Meinung haben. Ich behalte sie nur schon viel öfter für mich und ich leide nicht mehr darunter.

 

Es ging doch um „deinen Hund erleben“. Um diese Momente, in denen unsere Hunde für uns Therapiehunde sind. Weil sie immer im Hier und Jetzt leben, weil sie immer präsent sind und nicht während sie uns begrüßen, gleichzeitig darüber nachdenken „gleich muss ich raus in den Regen um Pippi zu machen“.

 

Wenn du es mal schaffst mit deinem Hund spazieren zu gehen in der schönen Natur. Und wenn du es dann schaffst diese Natur so zu genießen wie sie ist. Die Luft, die Bäume oder Sträucher, die Wiesen, die Insekten, das Wasser, der Himmel und alles was dazu gehört, einfach nur wahrzunehmen, dann erlebst du einen Moment, an dem du dich gerne zurückerinnerst.

 

Weil – du dann nicht unterwegs bist und dir überlegst, diese Pflanzen könnte man etwas stutzen, diese Wiese sollte man unbedingt mähen, dieser Strauch sollte mal gedüngt werden, diesen Weg könnte man auch zubetonieren, um besser gehen zu können und trockenen Fußes überall anzukommen usw.

Erinnerst du dich? Hast du diesen schönen Moment auch schon mal erlebt, kannst du mir zustimmen?

 

Und wenn dir das gelingt, diese Aufmerksamkeit im Zusammensein mit deinem Hund aufrecht zu halten, dann wirst du deinen Hund ganz anders wahrnehmen, dann wirst du deinen Hund als die Persönlichkeit wahrnehmen, die er ist, und dann kannst du auch diese Persönlichkeit annehmen wie sie ist, ohne Verbesserungsvorschläge, ohne Erziehungsmaßnahmen ohne Dressur.

 

Dann entstehen diese Bilder, die uns berühren, wenn wir andere Menschen sehen, die Verbundenheit mit ihrem Tier nach außen erkennen lassen. ?

 

11.01.2019

Hunde, sind die wahren Lebenskünstler

 

Wir sind nur zu blind, zu beschäftigt, zu eingebunden, im Netz der Verpflichtungen, um das zu erkennen. Programm, Kinder, Eltern, Tiere, Aufgaben, Jobs, Hobbys, Dinge …

Jeder Einzelne rennt im Hamsterad des Lebens, dass uns die wohlmeinende Gesellschaft vorgibt, und arbeiten unser tägliches Pflichtprogramm, unser Pensum ab.

Und nur selten merken wir es.

 

Ich selbst kannte diese Situation sehr gut. Nach meinem Lauf im Hamsterrad fuhr ich damals in den Pferdestall, besuchte, pflegte und ritt mein Pferd. Während dieser Arbeit, dieser körperlichen Arbeit am Pferd beruhigte ich mich langsam.

Ich sattelte mein Pferd, ging in die Reithalle und stieg auf. Von da aus war das erste was ich tat einmal tief auszuatmen, alle Anspannung des Tages rauszupusten und mich vom Pferd einfach tragen und wiegen zu lassen. Diese Zeit ist mir heute noch so präsent. Weil ich sie als absolute Entspannung nach dem stressigen Tag empfunden hatte. Anschließend gings mir gut. Der Tag war gerettet. Das werde ich nie vergessen. Ich hatte ein „Therapiepferd“. ?

 

Und ich behaupte, dass ALLE unsere Hunde „Therapiehunde“ für uns sind. Wir nehmen uns nur nicht die Zeit es zu erkennen. Schlimmer ist es aber noch, dass wir unsere Hunde nicht entsprechend wertschätzen.

 

Stattdessen machen wir sie zu Objekten, die auch funktionieren müssen. (Der entscheidende Unterschied ist, dass das Subjekt als das aktiv Wahrnehmende definiert ist, während das Objekt das passiv in der Wahrnehmung Gegebene ist.)

 

Gerade dann, wenn wir mal mit unseren Hunden unterwegs waren und diese Runde wirklich mal entspannt genossen haben, statt sie einfach auch nur als Aufgabe abzuhaken. Dann spüren wir, wie gut uns unsere Hunde tun.

Diese wenigen Momente, die uns die wahre Freude an unseren Hunden gibt, sind es, warum wir Hundemenschen Hundeliebhaber sind. Warum wir infiziert sind vom Hundevirus.

 

Ist es doch die ausgeglichene Art wie sich der Hund bewegt, ist es die Lebensfreude, die der Hund dir zeigt, trotz aller Verbote und Regeln die er, der Hund doch inzwischen längst gelernt haben sollte. Lange genug trainierst du doch schon mit ihm.

 

Und wenn du es mal für kurze Zeit zulassen kannst diese Lebensfreude, diese ausgeglichene Art wie der Hund im Hier und Jetzt einfach mal nur seine Nase ins Gras steckt und auf Entdeckungsreise geht.

 

Genau diese Entdeckungsreise wünsche ich dir. Nimm dir mal die Zeit und die Muße, deinen Hund mal Hund sein zu lassen. Und beobachte, und lerne, was du von deinem Hund lernen kannst.

 

Fragt dein Hund dich nach einer Weile etwa „hey wie spät ist es?“ oder kommt er zu dir und sagt: „komm, lass uns gehen, es wird gleich dunkel und außerdem musst du noch einiges erledigen“?

 

Nein, dein Hund genießt den Augenblick.

 

Das ist es was wir Menschen verlernt haben.

Du planst, blickst sorgenvoll in die Zukunft, blickst betrübt in die Vergangenheit und fühlst dich oft schlecht dabei. Und genau dabei geht die Leichtigkeit des Lebens verloren. Weil du dementsprechend mies drauf bist, durch deine schlechten Gedanken, und dementsprechend reagierst du auf das was dein Hund da gerade so macht.

 

Du bist auf diese Weise gar nicht in der Lage, mal großzügig zu sein, mal „Fünfe grad sein zu lassen.“

Und das tust du nicht nur deinem Hund, sondern auch deiner Umwelt an.

Du bist scheiße drauf, weil du selbst nicht mehr auf dich achtest, vor lauter „Zwangsprogramm“. Es ist nicht zu schaffen, dann auch noch darauf zu schauen, wie es dir selbst geht. Dafür ist keine Zeit.

 

Wenn du es aber endlich mal wieder tätest, so wie dein Hund das Beste aus dem Tag macht, was der Tag so hergibt.

Wenn Freiheit, dann genießt er diese auch. Er denkt dann in diesem Moment nicht darüber nach: „gleich bin ich ganz schmutzig und Frauchen muss mich wieder baden“. Nein, auch du schaffst es manchmal dich darüber zu freuen. Den Anblick zu genießen, die wahre Lebensfreude deines Hundes geht auf dich über. Dann empfindest du Glück und bist auf einmal ein ganz anderer Mensch. ?

 

Dein Hund genießt und mehr nicht. Ist das nicht wahre „Lebenskunst“?

 

Ist das nicht einfach?

 

Kostenlos aber nicht umsonst ?

 

08.01.2019

Mal eben fertig gemacht?

Einer meiner frühmorgendlichen schönen Gassigänge.

Diesmal nicht ganz so toll, das Wetter hätte besser sein können.

Nun ja, Jacke bis an die Ohren hochgezogen, Augen fast zu und durch.

Den Hunden scheint es nicht wirklich zu stören. So ist mein Eindruck.

Sie sind wieder mal mit sich selbst beschäftigt und schnüffeln und suchen,

wer oder was hier so rumlief und seine Spuren hinterließ.

Dann aber – wurden wir gestört. Ein Fahrradfahrer überholte uns.

Plötzlich und unerwartet war er da. Durch meine eigene Vermummung habe ich es nicht rechtzeitig mitbekommen, denn es war ja noch in der frühen und dunklen Morgenzeit.

Dieser Radfahrer war nicht das eigentliche Problem, eigentlich war alles kein Problem.

Nur sein Hund, der mehr oder weniger damit beschäftigt war, bei ihm zu bleiben, weil Herrchen es wohl eilig hatte.

Eigentlich verständlich.

Bei dem Wetter, am frühen Morgen, vielleicht vor Arbeitsbeginn …

oder generell einfach keine Lust und dadurch wird das Problem schnell hinter sich gebracht.

Der Hund – das Problem?

Nein, eigentlich nicht, wenn da nicht die dauernde Verpflichtung wäre mit diesem Hund regelmäßig raus gehen zu müssen.

 

Wir haben uns den Hund angeschafft, warum auch immer. Es gibt viele gute Gründe dafür.

Wir schaffen uns aber auch sehr viel mehr an.

Dinge, Beschäftigungen, Verpflichtungen, Beziehungen usw.

Und vergessen dabei, dass alles was wir uns anschaffen, auch eine Zeit der Pflege bedarf.

Sei es Reinigung, sei es Pflege, sei es Fürsorge.

Alles was ich besitze braucht auch meine Zeit.

Mein Haus, mein Boot, mein Hobby, mein Partner, mein Tier, mein Pool, mein Auto, mein…

Außer Partner und Tier sind es alles Dinge, die Arbeit machen.

Dinge die wir besitzen, weil…? Auch dafür gibt es viele Gründe.

Auch hier können wir uns immer wieder fragen?

Ist das alles notwendig? Brauche ich das wirklich?

In einer Zeit meiner Ehe besaßen wir voller Stolz ein Wohnmobil.

Wir waren glücklich und viel auf Reisen.

Neujahr, Karneval, Ostern, an den langen Wochenenden, Sommerferien, Herbstferien, Feiertage, Weihnachten usw.

Bis der Tag kam, an dem ich streikte. So eine verdammte scheiße!

Ich war ständig damit beschäftigt, dieses Wohnmobil ein- und auszuräumen.

Einzukaufen und den Müll zu entsorgen, neue Wäsche rein, alte Wäsche raus.

Ein ewiges Geschleppe.

Grundreinigung nach jeder Fahrt, es kotzte mich an.

Die Krönung der Geschichte aber wahr, mit 3 Personen und zwei Hunden auf 8qm zu hausen.

Ständige Platzwechsel, „geh mal zur Seite“, „mach mal Platz“, „ich muss da mal ran“.

Diese enge, gerade beim an und ausziehen. Wenn etwas nass war und das Wetter war schlecht, wurde es auch nicht wieder trocken, trotz Heizung.

Was ich damit sagen will. ALLES macht ARBEIT – ALLES kostet ZEIT – meine LEBENSZEIT!

Freiheit ist was anderes.

Uns wird Freiheit aber durch die Werbung immer durch Konsum schmackhaft gemacht.

Wie kommen wir wieder zurück zu unseren Radfahrer der mal eben schnell mit seinem Hund unterwegs war?

Titel dieser Story ist: „Mal eben fertig gemacht“?

Vor lauter Programmen, Dingen, Hobbys ist keine Zeit mehr.

Noch nicht einmal für die Hobbys und da rechne ich den Hund mal mit rein.

Auch dieser wird mal eben, wie der Junge zum Sport, das Mädchen zur Musikschule usw. abgearbeitet.

Aber alles wird eben nur noch abgearbeitet.

Wir sind nicht mehr mit Freude dabei,

geschweige denn mit dem Herzen und dem Verstand.

07.01.2019

Zu viel des Guten?

 

Ich beobachte mich ja inzwischen auch selbst ?

 

Jeden Tag, immer öfter - gelingt es mir auch.

 

Zum Beispiel in dieser Situation:

Ich bin mit meinen 3 Hunden unterwegs, draußen im Feld, Dreiviertelstunde-Sparziergang am Morgen. In der frischen Luft auf dem Feldweg, ohne Leinen, ganz in Ruhe, meist keine anderen Menschen weit und breit.

Genial, ich liebe es! Ich genieße diese Ruhe, ich beobachte nur oder träume so vor mich hin. Manchmal rede ich auch mit mir selbst, wenn ich Aufgaben durchdenke ?

 

Dann aber nehme ich wahr, wenn einer meiner Hunde sich zu mir gesellt und mich anschaut.

Und wie mein altes Gehirn so gestrickt ist,  reagiere ich wie immer, ich texte sie zu.

Mit Worten wie: „na Süße“ oder „alles gut“?!

Und dann stelle ich fest, ich rede schon wieder !

 

Warum beobachte ich nicht einfach mal und reagiere wie immer?

Um sie zu bestätigen, weil sie mich wahrnehmen, weil sie mich anschauen?

So wie ich das selbst in einer Hundeschule gelernt habe und so wie ich es selbst lange Zeit weitergegeben habe?!

 

Auf diese Weise kann ich nie etwas anderes wahrnehmen, auf diese Weise bleibt alles beim Alten, bleibt alles wie es immer schon wahr.

 

Ich will aber neue Erfahrungen machen, ich will nicht immer das tun, was ich schon immer konnte.

Es gibt auch hierzu einen passenden Spruch von Albert Einstein:

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert“.

 

Hunde untereinander gehen mit solchen Situationen ganz anders um.

 

Sie Blicken sich an, sie nehmen sich wahr, gehen ein Stück nebeneinander her, berühren sich, fast unmerklich und trennen sich wieder.

 

Ich kann nur vermuten, was es für die Hunde bedeutet. Soll diese Geste vielleicht bedeuten? Ich fühle mich dir nahe, zugetan, wir sind ein Team, ich sehe dich?!

Viele Menschen, vor allem aber auch sogenannte Fachleute behaupten ja oft zu wissen, was unsere Hunde denken, fühlen und welche Absichten sie da gerade haben. ?

 

Also habe ich mich mal zurückgenommen und angefangen, auch nur zu schauen, dem jeweiligen Hund, der mich gerade anschaut zu beobachten und ihn dann wieder ziehen zu lassen, wenn er das für richtig hält. Ich hielt meine Hand hin, von der sie aber nicht berührt werden wollten.

 

Ich kenne das Gefühl selbst auch, wenn ich in einer Aktion, also Beschäftigung, wenn ich in einem Flow bin, will ich gar nicht angefasst und gestört werden. Das unterbricht nämlich genau diesen Flow.

 

„Weniger ist oft mehr“!

 

Wenn man das vielleicht mal selbst bei sich wahrgenommen hat, verstehen wir vielleicht auch, warum Hunde sich nicht immer anfassen lassen mögen. Sie geben uns schon zu verstehen, wann man sie anfassen soll. ?

 

Diese Erkenntnisse kann man gewinnen, wenn man wirklich mal anfängt zu beobachten und einfach mal die Klappe hält. ?

06.01.2019

Loyalität

Sind wir selbst auch immer loyal?

Oder erwarten wir das nur von anderen und bei uns selbst sind wir da relativ großzügig?

Wir halten uns selbst immer für sehr loyal, ehrlich und großzügig.

Aber schauen wir mal hinter den Kulissen!

Schon Konrad Adenauer sagte: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!" 

Und auch ich kann bestätigen, dass es manchmal angebracht ist so zu denken.

 

Ein Erlebnis, eine Situation, mit der ich erst mal gar nicht umgehen konnte.

Von jetzt auf gleich wurde mir eine Freundschaft gekündigt, weil ich nicht so handelte wie die andere Person es von mir erwartete. Am Tag zuvor haben wir noch einen gemeinsamen Sparziergang mit gemacht, am nächsten Tag kam deswegen noch eine Bestätigung, dass es richtig schön war. Das hat mich sehr gefreut.

Nun das!

Warum?

Dies gab mir den Anlass darüber nachzudenken, was da und warum das passiert ist.

Welche Beweggründe wirklich vorlagen, kann ich nur vermuten. Das ist eine Sache. Die andere ist, warum passiert uns das?

Wir alle machen Zusagen, im Rausch der Begeisterung. Und in diesem Moment meinen wir das auch ehrlich so.

Dann wenn wir noch mal „drüber schlafen“ oder wir unterhalten uns über diese Sache mit Dritten, bekommen wir eine neue, andere Sichtweise, die unsere Meinung, unsere Einstellung zur Sache vielleicht ändert.

Diese Beeinflussung durch Dritte passiert täglich. Wir leben nun mal in einem Umfeld, sind umgeben von Menschen. Manche tun uns gut, manche eher nicht.

Eine Kunst ist es diese zu erkennen. ?

Wenn durch dieses Gespräch aber neue Aspekte erkenntlich werden, die vorher für die betroffene Person nicht zu sehen waren, kann man das Aufklärung oder Verwirrung nennen.  Man weiß es nicht.

Natürlich können Dritte nur vermitteln, was sie selbst wissen und kennen. Diese Kenntnisse sind oft nicht vollständig und deswegen lässt sich ein Mensch schon mal beeinflussen von Menschen, die keine ausreichende Kompetenz zu diesem Thema haben.

Leider haben wir darauf aber keinen Einfluss.

Die Streitigkeit oder Meinungsverschiedenheit in einem so großen Rahmen zu betrachten ist schon eine Kunst.

Wenn man sie aber beherrscht, kommt man in die Lage den einzelnen Menschen, der einem erst einmal vermeintlich Unrecht getan hat, nicht böse zu sein, es ihm nicht übel zu nehmen. Ich weiß ja nicht, welchen Beeinflussungen (positiv oder negativ) er unterlag.

Und ich als Betroffene habe nicht das Recht, darüber zu werten ob diese Beeinflussung nun gut oder schlecht für die andere Person ist. Meine Entäuschung erlag einer ent – Täuschung. Weil ich eine andere Erwartungshaltung hatte.

Lernen kann ein Jeder, dass wir alle beeinflussbaren Wesen sind. Und dass das weder gut noch schlecht ist. Wir alle reagieren und agieren immer nach den Möglichkeiten und Fähigkeiten, die wir bis dahin beherrschen.

Und wenn wir ehrlich sind, wirklich ganz ehrlich sind, müssen wir alle eingestehen, dass auch wir selbst wankelmütige Situationen erlebt haben, in dem wir selbst die Person waren, die nicht wusste was sie wollte und sich umentschieden hat.

Wenn wir die Fähigkeit bekommen, relativ großzügig, mit diesem neuen Verständnis, mit solchen Situationen umzugehen, wachsen wir selbst ganz gewaltig. Wir werden friedvoller durchs Leben gehen können und Enttäuschungen werden nicht mehr so oft die Folge von Traurigkeit sein.

Alle wollen dir was verkaufen.

 

Auf großen Lettern an den Wänden, in Prospekten und Zeitungen, TV und Facebook.

Überall begegnen dir Lösungen des Lebens.

Alle wollen dir Erfolg verkaufen, sie versprechen dir, wie leicht es doch eigentlich ist. Du musst nur ihre Methode, ihr Training, ihr Programm kaufen. Darin wird dir gezeigt, wie einfach das Leben sein kann.

 

Ist das Leben einfach?

 

Soll es einfach sein?

 

Würden wir etwas für´s Leben lernen, wenn alles einfach ist?

 

Nein, wir lernen aus den Problemen, aus den Sorgen, aus den Unwägbarkeiten.

Dieses hindurchgehen durch Stress, Angst, Sorgen und Leid, lässt uns doch erst wachsen und erwachsen werden?!

 

Mut macht mutig, Mut macht selbstbewusst. Mut wird belohnt durch Selbstwirksamkeit. Du lernst, dass du etwas bewirken kannst. Und das, so finde ich, ist eines der besten Motivatoren überhaupt.

 

Ich sage zu Kunden, die wirklich ein Problem mit ihren Hunden haben, sei dankbar, dieses Problem ist deine Herausforderung. Du kannst daran „deinen Meister“ machen. 
Und wenn du dieses in den Griff bekommen hast, wirst du stolz sein und dein Hund wird zu schätzen wissen, wen es da an seiner Seite hat.

 

Das Leben, auch deines Hundes, ist ein Weg, der gegangen werden muss. Es ist alles ein Prozess.
Auch der Aufbau von Vertrauen und Bindung. Dieses darf man sich erarbeiten, dieses kann man nicht mit einem Programm kaufen.

 

Und das ist auch gut so. Denn das Leben heißt ja Leben, weil es gelebt werden will.

Und jedes Problem, jede Aufgabe ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es nicht sofort danach aussieht.

 

Die Kraft der Zuversicht im Laufe der Zeit daraus zu schöpfen, ist so wertvoll.

Das macht stark für die Zukunft.


Deine innere Einstellung, Dinge einfach mal auch nur hinzunehmen und aushalten zu können, das wird nirgendwo gelehrt.

 

Es gibt dieses Gebet; Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Und ich meine jetzt speziell dieses „hinnehmen“. Einfach mal lernen auszuhalten. Nicht schreiend durch die Welt rennen und sein Leid klagen.

 

Ist dies nicht „die einfache Lösung“ überhaupt?


Muss alles geändert und verbessert werden?


Ist nicht die Kunst des Lebens Dinge oder Situationen einfach mal so zu lassen, wie sie sind?


Finden wir uns doch einfach mal ab, mit dem was ist.

 

Wenn wir uns nicht mehr von unserem Umfeld beeinflussen lassen würden, würden wir es vielleicht auch viel besser schaffen, da wir aber glauben, es allen recht machen zu müssen und auch die Hundeerziehung einem bestimmten Standard entsprechen muss, haben wir Probleme.

 

Probleme, die von außen auferlegt werden und die wir so annehmen, weil wir das eigenständige denken und urteilen zum Teil aufgegeben haben und uns das nicht mehr zutrauen.

 

Ein bisschen Philosophie zum Nachdenken für den heutigen Tag!

04.01.2019

Ein Gast (Hund) kommt zu Besuch.

Du freust dich, du bekommst Besuch.

Dieser Gast weiß in der Regel, so haben wir es gelernt, wie er sich zu „benehmen“ hat. Nach dem Kaffee trinken, verabschiedet ihr euch höflich und jeder geht seines Weges.

Angenommen, der Gast bleibt ein paar Tage. 
Nun bekommt dieser Gast vielleicht ein Gästezimmer zugewiesen, in dem er sich ausbreiten, wohlfühlen und auch mal allein sein kann. 
Es wird abgesprochen wann was gemacht wird, wann und vielleicht auch was es zu essen gibt. Es gibt Regeln, an die sich dieser gern gesehener Gast orientieren kann. Jeder ist zufrieden und jeder kommt damit gut zurecht, weil die Grenzen abgesteckt sind. Jeder hat seinen Individualbereich, sei es räumlich oder zeitlich.

Weiter angenommen, der Gast bleibt länger als geplant. 
Nun fühlt sich der Gast langsam „Zuhause“ und bedient sich inzwischen selbst. Nimmt die Kaffeetasse aus dem Schrank, kocht vielleicht auch schon den Kaffee selbst und weil er sich schon gut auskennt bedient er sich auch selbst aus dem Kühlschrank. 
So nach und nach weitet sich sein Bewegungsspielraum aus. So, dass du warten musst, bevor du ins Bad kannst, so dass du vielleicht schon fragen musst, ob du dein Auto auch benutzen darfst.

In einer neuen Beziehung, in dem man z.B. frisch verliebt ist hast du eine Zeit lang einen vernebelten Blick für´s Ganze. Erst alles nicht so schlimm, du siehst großzügig darüber hinweg. Du magst diesen Gast ja und du bist wohlerzogen und willst kein „Unmensch“ sein. Du Ignorierst noch falsches, eher nicht erwünschtes Verhalten.
Dann so nach und nach fällt die rosarote Brille oder löst sich in Wahrheiten auf, die dir so gar nicht gefallen. Nun fallen dir die kleinsten Kleinigkeiten auf. Die berühmte Zahnpastatube usw. 
Und das geht so lange, bis dir der „Kragen platzt“ und es so nicht weiter gehen kann.

Wie kannst du das jetzt noch retten?

Woran hat es überhaupt gelegen, dass es so weit gekommen ist?

Was ist jetzt die Lösung?

Und stell dir vor, das Ganze überträgst du nun auf deinen Hund?

Jetzt ist „das Maß voll“, jetzt muss ein Hundetrainer her!

Er soll jetzt den Hund erziehen und Verhaltensregeln aufstellen, die der Hund ab sofort einhalten soll.

NEIN, das liegt nicht am Menschen!!!

Der Hund ist nicht gut erzogen, der undankbare Köter.

Was hat er nicht alles bekommen, was hast du nicht alles für ihn getan?

Der Hund hat sich ein- und umgewöhnen müssen, der arme Kerl. Hunde sind so toll anpassungsfähig, dass muss doch unterstützt werden. Er hatte es doch schon so schwer.

Hunde sind aber auch sehr einnehmend und egoistisch, sie nehmen was sie bekommen, sie teilen nicht. Teilen und Rücksicht liegt nicht in ihrer Natur, sie sichern als erstes ihr eigenes überleben. Sonst wäre er vielleicht jetzt nicht bei dir. 
Wir können nicht an ihre Vernunft appellieren.

Was also kann jetzt die Lösung sein?

Regeln – statt laufen lassen!

Alles auf null, Kommando zurück!

Das heißt auch Ignorieren von falschem, eher nicht erwünschtem Verhalten. Erst einmal, während das neue Programm läuft und sehen welche Auswirkungen das Ganze hat.

1. Woche Umgewöhnungsphase und Plan der Vorgehensweise entwickeln
2. Woche Gewöhnungsphase der Einschränkung
3. Woche …
4. Woche …
5. Woche – langsames steigern der Annehmlichkeiten 
6. Woche – langsames Steigern der Freiheiten

Das ist nur EIN Beispiel wie ein Problem, das sich langsam eingeschlichen hat, gelöst werden kann. Es gibt bei der Vielzahl von unterschiedlichen Hundecharaktere und der Anzahl der verschiedenen Menschentypen kein Patentrezept.

Was ich damit sagen will: Das Problem liegt meist am oberen Ende der Leine. ?

01.01.2019

Einige Gedanken zur Wechselwirkung zwischen Gedanken und unserer Gesundheit und damit auf unser Wohlbefinden und unsere Beziehung zum Hund.

 

Längst ist bekannt, dass sich eine positive Einstellung zum Leben einen Menschen schneller wieder genesen lässt und dass die Heilungschancen besser sind, wenn ein Patient „gut drauf“ ist, also gute Gedanken hat. Denn Gedanken senden chemische Stoffe aus. Wer sich etwas beobachtet fühlt es selbst regelmäßig. Es geht oft so schnell, dass wir in unserer schnelllebigen Zeit, dies nicht mitbekommen. Wir schieben es auf äußere Umstände, weil wir nicht achtsam mit uns selbst umgehen. Gute Gedanken senden gute Stoffe, Serotonin, Dopamin oder Oxytocin aus. Dann fühlst du dich gut.

Schlechte Gedanken produzieren negative Stoffe, Cortisol aus. Dann bist du gestresst. Dann „rappelt´s im Karton“.

 

Alles ganz menschlich und normal.

 

Wie können wir das verhindern?

 

Indem wir anfangen uns selbst zu beobachten. Dann fühlen wir, wie die entsprechenden Stoffe in unserem Körper strömen und können rechtzeitig darauf reagieren, oder eben nicht reagieren, damit wir nicht falsch reagieren. ;-)

Was also sind positive Gedanken und was sind negative Gedanken? Wer entscheidet das?

Wenn wir darüber urteilen, entsprechend unserer Erziehung und Erfahrung, wie etwas ist oder sein sollte, geben wir dieser Sache einen positiven, bzw. negativen Wert. 

 

Was heißt das für uns?

 

Dass wir es selbst in der Hand haben, Dinge oder Situationen als gut oder schlecht zu bewerten!

 

Ja, es Bedarf sehr viel Übung, auf eine erst mal schlecht aussehende Information eine positive Seite zu erkennen. Ein erster Schritt wäre vielleicht schon eine neutrale Sichtweise zu erreichen.

 

Was hat das wieder mit unseren Hunden zu tun?

 

Stell dir vor, du gehst mit deinem Hund Gassi. Auf einmal kommt da ein anderer Hundehalter und lässt seinen Hund „nur spielen“! An manchen Tagen trägst du es mit Fassung, sagst dem anderen Hundehalter, er möge doch bitte seinen Hund wieder anleinen, anschließend geht jeder seiner Wege. Du denkst weiter nicht drüber nach.

Ein anderes Mal fährst du bei gleicher Situation vollkommen „aus der Haut“!

 

In beiden Fällen ist es die gleiche Situation, doch einmal siehst du es als negativ an, während beim anderen Mal dies dich nicht weiter aufregt.

 

Sind die Dinge also von Natur aus positiv und negativ?

Oder entscheiden wir, ob die Dinge positiv oder negativ sind?

 

Denk mal einen Moment darüber nach!

 

Wenn wir uns selbst beeinflussen können, es aber oft leider nicht mitbekommen, weil alles so schnell geht, macht es da nicht Sinn, sich etwas mehr Zeit zu lassen? Sich darauf einzulassen, im Umgang mit deinem Hund mal alles auf sich wirken zu lassen? 

 

Wenn wir nun wissen, dass unsere eigene Wahrnehmung einer Situation darüber entscheidet, wie wir uns fühlen, können wir im Umgang mit unseren Hunden doch einfach mal die Bremse ziehen, ruhiger werden und uns Zeit zum Wahrnehmen geben.

Das beginnt mit einem Sparziergang im Tempo des Hundes. Einfach nur mal beobachten, hinschauen und begreifen und akzeptieren von dem was ist.

Um im Umgang mit dem eigenen Hund entspannter zu werden ist es wichtig, sich erst mal um sich selbst zu kümmern. Dafür zu sorgen, dass es uns gesundheitlich gut geht. Und wie hier zu erkennen ist, fängt es bei unseren eigenen Gedanken an. Es ist wichtig zu verstehen, wie bestimmte Emotionen unsere Gesundheit beeinflussen können.

 

Du kannst es drehen und wenden. Deine Gesundheit beeinflusst deine Gedanken, deine Gedanken beeinflussen deine Emotionen und deine Emotionen deine …

 

Fazit: Wenn wir uns die Zeit nehmen, dafür sorgen, dass es uns selbst gut geht, können wir auch voller Entspanntheit mit unseren Hunden umgehen. Der Spaß und damit der Lernerfolg setzen dadurch spielend ein.

Also achte auf deine Gedanken.

 

Silvester – Neujahr – Neubeginn?

Brauchen wir Silvester- Vorsätze? 

Ich stehe vor meinem Bücherregal und erinnere mich, dass ich das ein oder andere Buch gelesen hab.

Ich habe sie alle gelesen, aber bei manchen Büchern habe ich heute Kopfkino.

Wie du dir vorstellen kannst, besteht der größte und überwiegende Teil der Bücher aus Hundebüchern von unterschiedlichen Autoren und Fachleuten.

Wieso Kopfkino?

In ein Tagen ist Silvester/Neujahr – die Nacht der guten Vorsätze.

Wenn ich nun nur ein Buch herausnehme, dass ich sehr gut fand, eins in dem viele praktische und leicht umsetzbare Lösungsansätze für´s Hundetraining beschrieben stehen, plagt mich mein schlechtes Gewissen.

Weil ich wieder mal nicht umgesetzt habe, was ich denn nun gelernt habe.

Warum ist mir das passiert?

Eigentlich habe ich habe das ganze Jahr über Silvester/Neujahr, also Tage der guten Vorsätze. Ich habe das ganze Jahr neue Ideen, Inspirationen, gute Gründe, Ziele und Wünsche.

Und alle beginne ich voller Begeisterung.

Im Laufe der Zeit wird mein innerer Schweinehund immer lauter, der die tollsten Ideen, Einfälle, Möglichkeiten und Ausreden hat, nicht weiterzumachen.

Du kennst das!

Jetzt komme ich ins Grübeln!

Wir erziehen unsere Kinder, unsere Hunde, unserer Partner, Kollegen und Angestellte zu Disziplin, Ordnung, Durchhaltevermögen, Leistungsbereitschaft uvm. Und sind selbst nicht in der Lage Gleiches zu leisten. Wir erwarten, dass unsere Kinder, unsere Hunde, unsere Kunden, unsere Schüler, unsere Arbeitnehmer sich von uns erziehen lassen und sich nach unseren Vorstellungen entwickeln.

Wieso schaffen wir es nicht, uns selbst zu erziehen?

Uns an unsere eigenen Wünsche, Zielen, Aufgaben und Herausforderungen zu messen und zu halten? Sehen wir im Anderen den Splitter im Auge und unseren eigenen Balken nicht?

Erkennen wir uns vielleicht in denen wieder, die wir ständig erziehen müssen?

Ist diese Erziehung nur deshalb so anstrengend, weil wir unglaubwürdig sind?

Wollen wir etwas vermitteln, was wir selbst nicht beherrschen?

 

Unser Gegenüber ist ja nicht blöd!

 

Führungskompetenz hat auch mit Glaubwürdigkeit zu tun!!!

 

Die Quintessenz daraus: Ich will zwar andere erziehen, aber mich nicht selbst, das könnte ja anstrengend werden. ?

Szene auf einem ganz normalen Hundeplatz:

 

Die Hundehalterin Claudia, die bereits auf die ankommenden, anderen Teilnehmer des Kurses wartet, beobachtet wie eine gute Bekannte mit dem Namen Iris und ihrem Hund Jack ankommt. Nachdem Iris den Kofferraum öffnet sprang ihr Jack direkt voller Freude aus dem Auto, so dass Iris die Leine gerade noch fassen konnte. Die Leine in der einen Hand und mit der anderen Hand gerade noch den Kofferraum wieder schließend, zog der Hund Iris vom Parkplatz Richtung Hundeplatz. Iris musste aufpassen, nicht zu stolpern.

Claudia rief Iris zu: „Der hat´s aber eilig!“ -    lachte Claudia.

Iris meinte: „Jack freut sich immer so sehr auf die anderen Hunde!“

Bei den anderen Hundeteams angekommen begann erst mal eine wilde Begrüßungszeremonie, wie jede Woche. Wie gesagt, die freuen sich alle, einschließlich der Hundehalter, oder?

Nun nachdem sich das alles etwas beruhigt hat, unterhalten sich Claudia und Iris noch eine Weile, bevor der Unterricht los geht.

Währenddessen kommen weitere Teilnehmer mit ihren Hunden an.

u. a. eine Dame, namens Brigitte, die aus ihrem Auto aussteigt, ihren Kofferraum öffnet.

ihr Hund Hasso bleibt sitzen und wartet bis er aufgefordert wird aus dem Auto zu springen.

Dieser Hund bleibt nach dem aussteigen ruhig an Frauchens Seite bis sie den Kofferraum schloss. Dann begleitete er sein Frauchen zum Hundeplatz.

 

2 Szenen:

  1. Hundehalter begleitet den Hund
  2. Hundehalter wird vom Hund begleitet

 

Nun die Fragen:

- Wer von den beiden Hundehaltern ist der ausgeglichenere?

- Wer wird respektiert?

- Was hat der jeweilige Hundehalter dazu beigetragen?

- Was hat das mit uns als Hundehalter zu tun?

Unsere innere mentale Stärke?

Unsere Haltung?

Unsere Stimmung?

 

Diese Fähigkeiten nach und nach ausbauen und verbessern, sollte dein Ziel sein, wenn auch DU in Zukunft harmonisch mit deinem Hund das aussteigen aus dem Auto und den Weg auf dem Hundeplatz in Ruhe, erfolgreich und souverän meistern willst.

 

Das fängt damit an, dass du erkennst, dass das Ganze eine Gruppendynamik entwickelt. Denn die meisten kommen auf dem Hundeplatz, auf dem sie von ihren Hunden gezogen werden. Und weil es vielen so geht, fällt es nicht wirklich negativ auf.

Dieses Schwarmverhalten: gibt es bei den Fischen, Vögeln, Insekten, und anderen Tieren.

Bei Hunden spricht man bei ähnlichem Verhalten von einer Herde, einer Hundegruppe.

Da wir Menschen aber inzwischen, wenn wir es mal so nennen wollen „zivilisiert“ sind und eigene Vorstellungen von der Art und Weise von Hundebegegnungen, auch in der Gruppe, haben, und die Fähigkeit haben, etwas zu ändern, können wir in kleinen, machbaren Schritten tatsächlich etwas bewirken.

Das geht nicht von heute auf morgen.

Früher habe ich selbst keine Geduld aufgebracht, wenn es in der Hundeerziehung keine schnellen Lösungen gab. Es musste immer alles schnell und sofort sein. Auch die meisten Kunden, sind so eingestellt, dass man als Hundetrainer mal eben vorbeikommt und an gewisse Schrauben dreht und damit ist der Hund wieder repariert. Aber Hundetraining ist keine Werkstatt, in die man mal eben geht und mit einem gehorsamen Hund den Platz wieder verlässt.

Nein, die Stellschraube, bist du als Hundehalter. Du kannst es drehen und wenden. Du trägst die Verantwortung, du bist die Einheit, die die Fähigkeit besitzt bewusst etwas zu verändern.

Und hier kommen wir zur Lösung:

Änderungen brauchen Zeit, Änderungen gehen nicht von heute auf morgen. Egal um welches Verhalten es sich handelt.

Betrachte nur mal deine eigenen kleinen Schwächen. Oder ich erzähle dir von einer meiner ewigen Baustellen: Mein Leben lang habe ich Diäten gemacht. Von Jojo Effekten brauch ich hier nicht weiter zu erzählen, das kennt jeder, der mal abnehmen wollte. Erst mit dem richtigen Coach an meiner Seite, erst mit der wirklich richtigen Einstellung an dieses Problem ran zu gehen, löste mein Dauerproblem.

Heute habe ich keine Waage mehr, ich habe sie entsorgt, weil ich mir diesen Stresse nicht mehr antun wollte. Heute ist essen ein ganz normaler Vorgang, ich esse wenn ich Hunger habe und ich esse nicht mehr bis ich betäubt bin, wie ein kleines sattes Baby, dass dann nur noch schlafen will. Auch dieses Thema ist ein Teufelskreis. Seit einem Jahr muss ich nicht mehr über mein Gewicht nachdenken. Ich bin nun selbst stolz auf mich, dass es so einfach ist.

Aber es geht hier nicht um ich und auch nicht ums Gewicht. Gewicht sollten wir darauflegen wie wir Verhaltensänderungen angehen wollen, können und sollten. Dafür habe ich eine kleine Metapher;

Du kennst doch sicher einen Buxbaum. Es gibt sie in den tollsten Formen. Von Herz-, Tier- und geometrischen Formen.

Wenn ich nun ein kleines Pflänzchen habe und dieses in eine bestimmte Form erziehen will, brauche ich Geduld. Dieses Pflänzchen braucht Wasser, Erde, Luft und vor allem in ganz kleinen Schritten, einen Erziehungsschnitt. D.h. Das wegnehmen was es nicht braucht und das wachsen und verstärken lassen, was es braucht, um genau diese Form letztendlich zu bekommen.

Du kannst als Gärtner nicht dran ziehen, du kannst nix beschleunigen. Alles braucht seine Zeit.

Und das ist oft unser größtes Problem.

Auch wir Menschen brauchen diese Zeit. Diese Zeit und Energie müssen wir als erstes in uns investieren, um dieses dann an unseren Hunden weitergeben zu können. Also investiere in dir selbst, damit du dein gewonnenes Kapital später an andere weitergeben kannst.

Dein Hund braucht dich als Coach, sonst kommt seine Entwicklung schnell an seine Grenzen. Und auch du solltest es dir Wert sein, einen Coach für dich in Anspruch zu nehmen.

Diese Investition trägt Früchte, die dich um ein Vielfaches weiterbringen kann und die du anschließend selbst in andere investieren kannst.

Es ist ein Hamsterrad, nein, ein Riesenrad mit großen Erfolgen, wenn du dir die Zeit und Erlaubnis gibst dir die Zeit zu nehmen.

Wenn nicht du, wer dann?

 

Das Miteinander der Hundehalter und das Verständnis unterschiedlicher Naturen von Mensch und Hund

 

Vor kurzem habe ich mein erstes eigenes Buch geschrieben und veröffentlicht.  Es heißt: Selbstverteidigung für Hundehalter“.

 

Dieses Buch habe ich geschrieben, weil ich die Problematik vieler Hundehalter als Hundetrainer wahr genommen und auch selbst erfahren habe. Ja, es ist immer wieder ärgerlich wenn andere Hundehalter nicht so reagieren wie ich es mir vorstelle oder glaube, der muss sich doch auch so vorbildlich verhalten wie ich.

 

Sieht der denn nicht, dass ich …. ,

und warum macht er nicht …?

 

Unverständnis auf vielen Wegen.

 

Was könnte , außer dem Inhalt des o. g. Buches sonst noch hilfreich sein, wenn man sich gerade über andere Hunde bzw. deren Hundehalter aufregt?

 

Nun, durch meine eigenen Erfahrungen als Hundehalter, als Hundetrainer und meiner langjährigen Berufserfahrung  bin ich nun soweit, dass ich anderen Hundehaltern behilflich sein möchte ihre Haltung gegenüber anderer Hunde und Hundehalter zu verbessern, zu ändern oder wenigstens zu überdenken.

 

Hier geht es um die Erkenntnis, dass alle Menschen anders sind und  Hunde aber auch. Das eigene Vermögen sich in einen Zustand des Verständnisses zu versetzen, löst sicher viele Probleme und lässt unser Zusammenleben harmonischer und rücksichtsvoller gestalten.

Und nur wenn ich wenigstens versuche mich in andere Menschen, bzw. Hundehalter einzufühlen oder zumindest darüber nachdenke, welche Sorgen oder Nöte könnte dieser Mensch haben, weshalb er so reagiert, nimmt oft schon die riesige Anspannung aus der Situation und wir können evtl. sogar wieder darüber lächeln.

 

Nein, wir müssen nicht alles tolerieren oder gut finden, aber verstehen, dass der Andere im Moment nicht anders handeln kann, aber es ist ein Anfang zur Lösung einer Eskalation.

 

Wir haben in jeden Augenblick die Wahl, ob wir aus den kleineren und größeren Missgeschicken des Lebens ein Drama machen, oder ob wir die Sache nüchtern und wertfrei betrachten und anschließend daraus lernen wollen.

 

Wer bewusst die Verantwortung für sein Handeln übernimmt, der agiert, statt zu reagieren. Er gewinnt damit ein Stück Macht – Macht über sich selbst. Das kann er, wenn er sich ganz im „Hier und Jetzt“ befindet, anstatt auf der Suche nach einem Schuldigen zu sein.

Ich bin davon überzeugt, dass ein großer Teil der Probleme zwischen Menschen und Tieren auf ihre unterschiedliche Wahrnehmung zurückgeht. Wenn Probleme auftauchen, dann suche die Lösung dafür nicht mehr in deiner Außenwelt, bei irgendwelchen Schuldigen, sondern frage dich, was hat das mit dir zu tun?

 

Den Blickwinkel ändern, eine Sache aus einer anderen Richtung betrachten zu können, eine andere Perspektive einnehmen, kann eine Stärke werden, die Großzügigkeit ins Leben bringt und damit auch den Umgang mit anderen Hundehaltern erleichtern.

 

Denn jeder Hundehalter hat seine Welt, seine Aufgaben und seine Sorgen. Wir haben in jeden Augenblick die Wahl, wie wir eine Situation sehen bzw. worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und wie wir jeweils darauf reagieren.

 

Die erlernte Hilflosigkeit beim Hund - das Ergebnis einer guten Hundeerziehung nach unseren heutigen Vorstellungen?

Wir bekommen einen Welpen, wollen nur das allerbeste für unseren Hund und auch natürlich für uns. Denn wir wollen der Welt beweisen, dass wir alles im Griff haben und das wir wissen, was wir tun. Wissen wir das wirklich?

In der Welpenschule geht´s dann direkt los mit der konditionierten Erziehung. Sitz, Platz, Fuß und Rückruf werden bis zum Erbrechen geübt. So konditioniert, dass der Hund gar nicht mehr anders kann. Besonders bei den sehr ehrgeizgen Hundebesitzern. In der Junghundeschule wird dann schon gezeigt, was der Hund schon so alles kann und manche Menschen oder andere Hundehalter bewundern dieses Ergebnis.

Anschließend wird darüber nachgedacht, wie kann  es denn jetzt weitergehen? Welcher speziellen Hundesport oder Hundeerziehung gehe ich denn jetzt weiter nach? Womit kann ich mich profilieren, was liegt mir als Hundehalter, selten wird darauf geachtet, dass es dem Hund auch gerecht wird. Hier wird der Hund dann zum Automaten oder zur Maschine degradiert. Aber alles im Sinne der besonders hochwertigen und sportlichen Ausbildung. Fast schon wie unsere Kinder, die tagein tagaus ein Managerprogramm zu absolvieren haben.

Diese Hundehalter sind belesen und gebildet, haben wirklich einen sehr großen Wissenschatz aller Theorien und kennen viele Bücher und haben bei namenhaften  Trainern gelernt. Denn nur das Beste ist gerade gut genug für ihren Hund.  Diese Hunde haben Kissen, Decken, Körbchen, Boxen, Einsteighilfen, für sie wurde ein Auto aus-  oder umgebaut. Das Liebste das Menschen so haben. Leinen und Halsbänder und sonsiges Zubehör – damit könnte man wahrscheinlich oft ein ganzes Tierheim bestücken.

Diese vorbildlichen Hunde haben eine innige, sehr innige Beziehung zum Hundehalter, dafür bekommen diese Besitzer solcher Hunde oft den Repekt ihrer Umwelt. Kommandos werden sauber, schnell und so lange ausgeführt, bis der Halter sie auflöst. Hier funktioniert fast alles.

Nur – diese Hunde sind hilflos wenn sie kein Kommando bekommen.

Wenn Frauchen einfach und normal sparzieren gehen will, wenn sie sich einfach mal mit einer anderen Person nur unterhalten will, hat sie ein Problem. Ständig läuft dieser Hund vor seinem Besitzer und hofft auf ein Kommando, eine Aufgabe die er dann gerne und schnell ausführt, damit alsbald eine neue Aufgabe folgt.

Und glaubt mir – auch das kann nerven. Wenn ich ständig vom Hund aufgefordert werde, etwas zu tun, zu befehlen, weil ich mir selbst einen Lakaien heran gezogen habe.

(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie: Lakai (frz.: laquais – Fußsoldat) war - bis man von dieser Form des Personals abkam - der Name eines Dieners in Livree, entweder fest in einem herrschaftlichen Haushalt angestellt oder auch kurzfristig (von „besseren“ Besuchern einer fremden Stadt) als „Lohnlakai“ anzumieten. Heute ist es eine abwertende Bezeichnung für eine übertrieben unterwürfige Person, insbesondere für einen unterwürfigen Untergebenen bzw. - allgemeiner - einen Menschen, der sich willfährig für die Interessen anderer gebrauchen lässt. )

 

Das sich nicht mehr an die eigene Umwelt orientieren können, nenne ich erlernte Hilflosigkeit. Diese Hunde sind nicht mehr in der Lage durch eigene Erfahrungen zu lernen. Mal  Fehler zu machen, durch die sie lernen können. Diese Hunde nehmen die Umwelt nicht mehr wahr, können sich nur noch sehr schlecht selbst beschäftigen.

Wir nehmen ihnen die Möglichkeit durch eigene, gute und schlechte Erfahrungen zu lernen. Zu lernen was geht oder was geht nicht, zu lernen was ist erlaubt und was nicht. Durch das rechtzeitige Setzen von Grenzen, die dann aber auch durch- und umgesetzt werden müssen. Nichts anderes ist Hundeerziehung, wenn sie richtig und artgerecht gehandhabt wird. Unsere Hunde dürfen sich nicht mehr ausprobieren, alles wird vorgegeben. Und die Unbeschwertheit eines Hundes, der durch die Welt voller Freude rennt, auch wenn´s mal vor die Wand ist, geht verloren.

Weil es auch einfach sein kann!                                                           07.08.2018

Haben Wissentschaftler und Hundetrainer die besser erzogenen Hunde?

Hilft dir all das Wissen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in deiner Beziehung zum Hund wirklich?

Investiere doch die Zeit, die du für das Lernen dieser Erkenntnisse und anhören vieler Meinungen und Methoden brauchst, lieber in deine Beziehung zum Hund.

Dann hast du Zeit zu beobachten. Zeit, Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen und wirst Dein eigener Wissentschaftler.

Schritt für Schritt, Tag für Tag.

Jeder Moment ist ein wertvoller Moment, indem du ganz persönlich Stück für Stück das Leben mit deinen Hund perfektionieren kannst, nach deinen Vorstellungen, nach deiner Methode.

Und diese eine, deine Methode, brauchst du dir nicht von Menschen bestätigen zu lassen, die all das wissentschaftliche Wissen haben. Denn dessen Wissen entsteht meist unter Laborbedingungen.

Diese Laborbedingungen sind in deinem Leben mit deinem Hund nicht vorhanden.

Dein Leben ist dein eigenes Labor. Dein Umfeld, deinen privaten Rahmen in dem du mit deinem Hund lebst, in dem du beobachtest, lernst und Erkenntnisse gewinnst.

Dann – genau dann wirst du zum Profi für deinen Hund.

Und lass dir nicht von irgend jemanden einreden, das müsste anders sein.

Solange du zufrieden bist mit deinem Leben, mit deinem Hund, ist alles paletti oder wie man auch sagt, in Ordnung.

Übernimm selbst die Verantwortung, du weißt mehr als du denkst. Und dieses Wissen wird von nun an jeden Tag mehr. Denn nun lernst du ab sofort das, was dich interessiert, was du aktuell wissen musst in deiner aktuellen Situation mit deinem Hund.

Das dieses Leben einige Regeln beinhaltet, dass anderen Menschen bzw. anderen Hunde nicht unangenehme Erfahrungen im Umgang mit dir zukommen lässt, ist für jeden verantwortungsbewussten Menschen selbstverständlich.

Hab einen wunderschönen Tag, genieße ihn, knuddel deinen Vierbeiner, schau ihn an und sage ihm:  „ab heute nur noch wir Zwei als Team im täglichen Leben in der Gesellschaft“.